Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten setzt sich knapp durch

 

Zwei Erstligateams, internationales Flair und eine proppevolle Baiersbronner Murgtalhalle - Handballsport satt bot sich den zahlreichen Zuschauern beim Testspiel des Handball-Bundesligisten HBW Balingen/Weilstetten gegen den Tabellenführer der Schweizer Nationalliga A, Pfadi Winterthur. Und dass am Ende mit dem HBW quasi auch noch das Heimteam mit 31:29 (16:15) knapp die Oberhand behalten konnte, passte zur rundum gelungenen Veranstaltung der ausrichtenden SG Freudenstadt/Baiersbronn. Im Rahmen seines Kurztrainingslagers in Baiersbronn bot das Testspiel gegen die ambitionierten Gäste aus der Schweiz für den HBW einen weiteren echten Prüfstein auf dem Weg zum Rückrundenbeginn Anfang Februar gegen Nettelstedt/Lübbecke. Unter der Regie des neuen Trainers Markus Gaugisch bildete das Aufeinandertreffen mit den Eidgenossen den Höhepunkt der Trainingstage im Schwarzwald, die „trotz harter Arbeit sehr gut verlaufen sind“, so der neu installierte Verantwortliche bei den „Galliern von der Alb“. Auch mit dem Spiel seines Teams gegen den mehrmaligen Schweizer Meister zeigte sich Gaugisch unterm Strich zufrieden: „Am Ende haben wir dank großer Moral noch den Sieg geholt, gerade angesichts der körperlichen Belastung der Vortage hat der Wille heute absolut gestimmt.“ In der Tat reichte den Akteuren des aktuellen Bundesliga-17. ein Schlussspurt in den letzten acht Minuten, um das Testspiel gegen Winterthur doch noch zu ihren Gunsten zu entscheiden. Den 24:26-Rückstand in der 52.Minute konnte man dank Treffern von Christoph Foth und Fabian Böhm zunächst in eine knappe Führung umwandeln und nach dem zwischenzeitlichen Pfadi-Ausgleich drei weitere Male vorentscheidend zum 30:27 einnetzen. Über die restliche Spielzeit betrachtet, tat sich der HBW aber eher schwer gegen die sehr offensiv ausgerichtete Deckung des Ligaprimus aus der Schweizer Nationalliga A. Das Team von Trainer Adrian Brüngger stellte den Bundesligisten mit der 3:2:1-Abwehr, die phasenweise auch auf den Halbpositionen noch offener ausgerichtet wurde, zeitweise vor einige Probleme. Klare Situationen für Balingen vor dem Pfadi-Kasten waren eher die Ausnahme, die Tore mussten meist hart erarbeitet werden. Dementsprechend konnte sich von Beginn an in der mit 300 Zuschauern gut gefüllten Baiersbronner Murgtalhalle keines der beiden Teams einen entscheidenden Vorsprung erarbeiten. Die anfängliche 2:0-Gästeführung konnten die Älbler beim 4:4 erstmals wieder ausgleichen. Gestützt auf ihren erfolgreichsten Werfer Julian Krieg (insgesamt 9 Tore) blieb Winterthur aber weiterhin hartnäckig und überzeugte auch mit spielerischen Mitteln im Angriff. Über die Zwischenstände von 8:8 (18.Minute) und 12:12 (25.) blieb es auch bis zum Halbzeitpfiff des Unparteiischengespanns Widmann/Gebele beim 16:15 für den HBW absolut ausgeglichen. Im Gleichschritt ging es dann zunächst auch in Halbzeit zwei weiter. Dank Treffern von Martin Strobel, Christoph Teuerkauf und dem erfolgreichsten HBW-Werfer Manuel Liniger vom Siebenmeterpunkt blieb man den Schweizern nach wie vor auf den Fersen (22:22, 46.Minute), geriet in einer Unterzahlsituation dann aber beim 24:26 erstmals mit zwei Toren in Rückstand. Mit dem zur Halbzeit eingewechselten Torwart Nikolas Katsigiannis im Rücken, der mit starken Reflexen glänzte, konnte der Schalter dann aber noch einmal erfolgreich umgelegt werden.

 

 

Für den HBW spielten:

Tor: Matthias Puhle, Nikolas Katsigiannis

Feld: Fabian Böhm (3), Felix König (4), Christoph Foth (4), Dragan Tubic (2), Frank Ettwein, Wolfgang Strobel (3), Christoph Teuerkauf (3), Daniel Wessig, Martin Strobel (2), Kai Häfner (1), Michael Kintrup, Sascha Illitsch (1), Florian Billek (3), Manuel Liniger (5/4)

 

Für Pfadi Winterthur spielten: Tor: Martin Pramuk, Simon Kindle

Feld: Luka Maros (3), Cédrie Tynowski (1), Marcel Hess (4), Julian Krieg (9/3), Dino Bajram (1), Oliver Scheuner, Kevin Jud (3), Stefan Freivogel, Michael Svajlen (4), Marvin Lier (4)

 

Quelle: SG Baiersbronn Freudenstadt

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