Die Wartburg und Eisenach
Die fast 1000 Jahre alte Wartburg ist eine der bekanntesten Burgen Deutschlands.
Ihre außergewöhnliche Strahlkraft verdankt die Wartburg nicht nur ihrer besonderen Architektur, sondern auch historischen Ereignissen und Persönlichkeiten die eng mit ihr verbunden sind.
Als erste Burg in Deutschland wurde sie 1999 von der UNESCO auf die Welterbeliste gesetzt.
Die Wartburg bei Eisenach ist wirklich außergewöhnlich – nicht nur wegen der Burg selbst, sondern weil sich dort fast 1.000 Jahre deutsche Geschichte auf engem Raum treffen.
Der Palas stammt im Kern aus dem 12. Jahrhundertund gilt als einer der bedeutendsten erhaltenen romanischen Profanbauten nördlich der Alpen.
Gleichzeitig sieht die Wartburg heute stark nach Mittelalteraus, obwohl im 19. Jahrhundert umfangreiche Rekonstruktionen und Ergänzungen vorgenommen wurden.
Martin Luther und die Bibel:
1521/22 hielt sich Luther auf der Wartburg versteckt und übersetzte dort innerhalb relativ kurzer Zeit das Neue Testament ins Deutsche.
Die berühmte Lutherstube gehört heute zum Rundgang.
Der legendäre Sängerkrieg:
Im Mittelalter soll die Wartburg Schauplatz eines Wettstreits berühmter Minnesänger gewesen sein.
Historisch ist der „Sängerkrieg“ nicht in dieser Form belegt, aber die Erzählung wurde zu einem wichtigen Bestandteil der Wartburggeschichte und inspirierte später unter anderem Richard Wagner zu Tannhäuser.
Das Wartburgfest von 1817:
Rund 500 Studenten versammelten sich auf der Burg und forderten unter anderem nationale Einheit, eine Verfassung und Bürgerrechte.
Damit wurde die Wartburg auch zu einem wichtigen Erinnerungsort der deutschen Demokratiegeschichte.
Goethe war ebenfalls dort:
Johann Wolfgang von Goethe besuchte die Wartburg erstmals 1777.
Später zog sie zahlreiche Künstler an, darunter Franz Liszt, Richard Wagner und Moritz von Schwind
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