Feintuchwerk Forst
Die Tuchfabrik C. H. Pürschel
Die ehemaligen Forster Feintuchwerke in Forst (Lausitz) sind ein imposantes industrielles Relikt aus dem Jahr 1884
und zeugen von der Blütezeit der Stadt als "deutsches Manchester".
Die am Mühlgraben gelegene Tuchfabrik war einst Teil eines riesigen Textilzentrums, in dem zeitweise fast jeder fünfte Herrenanzug in Deutschland gefertigt wurde. Da die von Hugo Pürschel gegründete Tuchfabrik im Stadtzentrum von Forst gegen Ende des Ersten Weltkrieges an ihre Kapazitätsgrenzen gelangte, entschloss sich sein Sohn, Carl Heinrich Pürschel, die Fabrik zu erweitern.
Er erwarb ein Grundstück im Norden der Stadt, das am Mühlgraben, der Lebensader der Forster Textilindustrie, lag und errichtete 1924 einen neuen Fabrikkomplex.
Bereits in den Jahren 1929 und 1934 wurden jedoch weitere Ausbauten notwendig.
Neben den einzelnen Gebäuden verfügte das Gelände – wie viele andere Tuchfabriken der Stadt auch – über einen eigenen Gleisanschluss zur Stadtbahn.
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